Es gibt Momente, die uns triggern und uns somit auch runterziehen. Wir sind dann frustriert, enttäuscht oder deprimiert und tun Dinge, die uns davon ablenken sollen. Warum ich das gerade als Künstlerin so fatal finde, erkläre ich dir gerne und gebe dir auch 3 unverzichtbare Regeln für den Ausweg aus den low emotions  mit!

Was sind low emotions?

Alle negativen Gefühle, um es kurz und knackig auf den Punkt zu bringen. Das betrifft Wut, Trauer, Demotivation wie auch Enttäuschung, Resignation und Hass. Diese Emotionen haben verständlicherweise auch einen Platz in unserem Leben, allerdings kenne ich verdammt viele Menschen da draußen, die beinahe ausschließlich in einer negativen Welt leben. 

Das Gegenteil sieht doch viel besser aus: Liebe, Freude, Mut sind nur ein paar Beispiele. Wenn ich einen Blick nach draußen werfe, treffe ich nur selten auf diese wunderbare Eigenschaften. Manche Leute können nicht, weil sie krank sind. Anderen wurden negative Haltungen anerzogen und bei dem einen oder anderen kann es auch ein Schlafmangel oder ein Schicksalsschlag sein.

Gibt es einen Ausweg aus den low emotions und wie lauten die 3 unverzichtbare Regeln?

Nach beinahe 10 Jahre im absoluten Tief bejahe ich das vom Herzen! Es erfordert zwar wirklich viel Arbeit an sich selbst, aber es zahlt sich aus. Bevor ich dir aber die drei unverzichtbare Regeln aufzähle, erzähl ich zum besseren Verständnis etwas von mir. Bei mir fing alles damit an, als ich die Realität der Welt verstehen lernen musste – an einem Ort, wo ich kaum rauskam. Dort, wo die Patienten allesamt geistig abnorme Rechtsbrecher sind und ich zwischen ihnen mich andauernd gefragt habe: Wieso ich? Und habe jeden Tag Tierbilder gezeichnet und Geschichten geschrieben, um das alles zu verarbeiten. Bei jedem Mist den man mir abverlangte, habe ich kooperiert. In Folge dessen habe ich zugenommen und wurde mit Tabletten ruhig gestellt. Die Therapeuten empfand ich als inkompetent, aber ich machte mit.

 

Und schließlich habe ich gemerkt, dass meine Gedanken mir alleine gehören. Und wurde mir klar darüber, dass ich für mich selbst verantwortlich bin. Dass ich alles daran setzen musste, um aus dem damaligen Umfeld mit großteils schwer erkrankten Menschen rauszukommen.  Verhältnismäßig bin ich dann sehr rasch raus gekommen und einige Monate später hatte ich ein neues Umfeld. Es kam auch die Zeit, in der ich mir Gedanken gemacht habe über meine weitere Zukunft. Das realistische Zeichnen wurde zu diesem Zeitpunkt teilweise mit meinen eigenen Ideen verbunden, so wie ich den Mut dazu fand.

Dankbarkeit zeigt mir neue Wege

Besonders seit mein Kind geboren wurde, bin ich besonders dankbar. Dafür, dass es gesund zur Welt gekommen ist. Dass meine Vergangenheit für mich nunmehr keine Belastung mehr ist, sondern vielmehr wertvolle Erfahrungen. Dass ich um meine Möglichkeiten weiß und dass wir sauberes Trinkwasser aus der Leitung haben. Dankbarkeit ist das Gedächtnis der Herzen, müsst ihr wissen.  Dazu hilft es auch, sich mit dem Schlechteren zu vergleichen – das mag für den einen oder anderen überheblich klingen. In der Tat aber wird man sich so bewusst, dass es noch viel schlimmer sein könnte.

Meine Dankbarkeit lasse ich auch hin und wieder in meine Kunstwerke mit einfließen. „Damals ist vorbei“ ist eines davon und zeigt mitunter auch, was ich alles in der Vergangenheit genossen habe. Und dennoch ist es keine Zeichnung voller Kitsch und Eierkuchen, sondern vielmehr eine schmerzhafte und doch wunderschöne Erinnerung.

3 unverzichtbare Regeln für den Ausweg aus den low emotions

Ich fass dir nochmal klipp und klar zusammen, was DU tun kannst, um high emotions zu erzeugen.

       1. Ursache erkennen und daran arbeiten

Frag dich immer, warum es dir gerade wirklich schlecht geht. Nimm dir dazu am Besten einen Zettel und einen Stift und schreibe es auf. Sobald du das getan hast, fängst du an, nach Lösungen zu suchen und diese auch anzuwenden.

       2. Dankbarkeit zeigen

Sei dankbar dafür, dass du den Luxus besitzt und diese Worte hier lesen kannst.  Dafür, dass du nicht in einem Land der dritten Welt lebst und nicht unfreiwillig in den Krieg ziehen musst. Und für die Möglichkeiten, die dir offenstehen, sofern du den Blickwinkel darauf richtest.

        3.Komfortzone killen

Sehr schmerzhaft. Erfordert jede Menge Mut. Aber lohnt sich langfristig sehr, da dein Selbstbewusstsein gesteigert wird und du somit gute Gefühle erzeugst. Außerdem befinden sich die vielen Möglichkeiten abseits der Bequemlichkeit und man übt sich auch in Eigenverantwortung.

Auch ich habe soeben in diesem Text meine Komfortzone verlassen und einen Teil meines größten Geheimnisses preisgegeben. Aber ohne Risiken – das weiß ich – werde ich nie neue Chancen ergreifen können. Wichtig: Gib dir Zeit. Nichts kommt von heute auf morgen, aber fange an. Ich habe jetzt zum Beispiel auch mit dem digitalen Zeichnen begonnen zu erlernen. Die Ergebnisse sind miserabel, aber es kann nur besser werden. Vor allem hab ich dabei richtig viel Spaß und erkenne meinen Fehler des Aufschiebens! Nutze also die 3 Regeln und entscheide dich endlich für den Weg der glücklichen Freiheit!