Kennst du bereits das Gesetz der Minimalkonstanz? Dieses Gesetz besagt, wie man durch tägliche, kleine Übungen zum Meister wird und ich schreibe heute auch darüber. Durch Minimalkonstanz Künstler werden ist nicht so schwer – ich verrate dir hier in diesem Beitrag, wie meine Künstlerkarriere anfing und welche Empfehlungen ich für dich parat halte.

Kritzeln, kritzeln, kritzeln

Ja, das meine ich wirklich so. Schnapp dir einen Kugelschreiber beim nächsten Telefonat oder langweiligen Vortrag und kritzle drauflos. Ganz egal, obs kitschige Herzchen sind, irgendwelche Geschlechtsteile oder lustige Zwerge – zeichne einfach ohne Erwartungen und aus Spaß. Am besten jeden Tag für beispielsweise zehn Minuten. Diese Empfehlung gebe ich an jeden weiter, der sich wirklich fürs Zeichnen interessiert. Es ist nämlich eine unbeschwerte Methode, um seine Handgelenke zu lockern und allmählich mit den Linien zu spielen. Als ich in die Grundschule ging, fing ich so damit an, alle möglichen Pokemon und andere Spielfiguren wie etwa den molligen Klempner mit roter Mütze zu zeichnen. Übrigens sehr zur Missbilligung seitens der Lehrer, denn ich hatte in den Schulbüchern rein gekrikelt und auch in den Schulheften. Ebenso auf der Schultafel, Tische und auf meine Arme, hihihihi.

Durch Minimalkonstanz Künstler werden – sei stets der Beobachter

Künstler beobachten alles. Der saftig gelbgrün belaubte Baum gegenüber der Straße, die Katze, welches sich im Sonnenuntergang an deinen Fuß schmiegt und das Liebespärchen, welches sich stumm anstarrt beim Essen im Restaurant. Ich selbst bin ganz offen zugegeben ein Stalker ;)Durch das Beobachten bekommst du ein Gefühl für Anatomie, Farbbegebenheiten und gewissen Strukturen – dann heißt es nur noch, es deiner Hand ebenso beizubringen. Nach einiger Zeit des Kritzelns kannst du dich ruhig trauen und das Gesehene nachahmen. Ob realistisch oder in Cartoon-Stil, bleibt dir überlassen sowie auch die Wahl der Materialien.Auch zur täglichen Übung mit Kugelschreiber kannst du dann ausprobieren, wie du am Besten Schatten und Licht setzt. Manche machen gerne Punkte, andere schraffieren – probiere aus, was dir gefällt!

Erweitere deine Übungen

Kritzle gerne weiterhin, aber fange auch bei Bereitschaft an, auf schönem Zeichnerpapier zu zeichnen. Viele Anfänger zeichnen auf kariertem Papier, was ich äußerst schade finde! Nicht nur, weil es nicht professionell wirkt, sondern diese Kästchen die Zeichnung nicht wirklich zur Geltung bringen.Fange erstmal mit einfachen Gegenständen an wie etwa einer Taubenfeder und traue dich zu experimentieren. Was passiert, wenn blau mit einem Orange schattierst und eine Linie stärker nachziehst? Wie muss die Wuchsrichtung einer Augenbraue aussehen, wo sind die Haare dicht angesiedelt und in welchem Schwung enden sie? Es ist übrigens auch keine Schande, auf Instagram, Pinterest oder Youtube nach Tutorials zu suchen. Im Gegenteil – wenn du weißt, wie du durch einfache Handgriffe zum Beispiel Wimpern schön geschwungen darstellen kannst, hast du schon viel an Zeit gewonnen! Denn durch Minimalkonstanz Künstler werden bedeutet auch, offen gegenüber Profis zu sein.

Meine Empfehlung zusammenfassend – damit du durch Minimalkonstanz Künstler werden kannst!

Lange Worte, kurzer Sinn – sagt man das so? Nun, wie dem auch sei: Ich lass dir meine persönliche Anleitung da.

1. Fange mit zehn Minuten kritzeln an – trag dir das als ein tägliches Date in deinen Kalender einDas ist der Sinn hinter der Minimalkonstanz – einfach jeden Tag ein bisschen etwas machen ist besser als gar nicht oder nur einmal pro Woche für ein paar Stunden.

2. Nach etwa einem Monat fängst du beim Kritzeln an, Strukturen und Schatten wie Licht einzubauen – erweitere dabei die Dauer deines Dates auf 20 Minuten!Da fängst du an, dich selbst herauszufordern. Und nichts lässt einen so sehr wachsen wie Aufgaben, die Fehler und Anstrengungen erfordern!

3. Nach einem weiteren Monat nimmst du dir Zeit und entwickelst dein erstes Zeichenprojekt – ob bunt, einfarbig oder schwarz-weiß, hängt von deinem Geschmack ab!

4. Werfe nichts weg – weder die Kritzeleien noch die erste richtige Zeichnung!Ich habs getan und finde es nach wie vor schade, weil ich so nicht wirklich viele Vergleiche habe. Dabei kann es richtig pushen, wenn man seine Entwicklungen beobachten kann.

Ich hoffe, du kannst dir meine Tipps für deine Umsetzung mitnehmen! Lass mir gerne auch für Feedback oder Fragen einen Kommentar da – dann weiß ich, was ich in Zukunft weiter schreiben kann!