Unter den Künstler und KünstlerInnen ist das Phänomen des KreaTiefs bekannt. Aber auch außerhalb der kreativen Gang gibt es viele Momente, in denen man weder gute Einfälle noch Motivation aufbringen kann.  Manchmal ist der Funke der Motivation vorhanden, verglimmt jedoch auch rasch wieder. Heute geht’s explizit darum und wie ich für meine Kunst dauerhaft Motivation erlange – und wie du das für dich selbst nutzen kannst.

„Wie schaffst du es so motiviert zu sein?“

Oft werde ich genau das gefragt und so eine rasche Antwort hab ich nicht parat, weil es sehr komplex ist. Meiner Meinung nach ist der wichtigste Aspekt die Ursachenforschung und die Behebung dieser Ursache.

Was mein ich genau damit? Unmotiviert zu sein hat oft versteckte Gründe, die sich im Unterbewusstsein abspielen. Die menschliche Psyche ist ein sehr genauer Hinweis und jedes negative Gefühl beruht auf einem tiefsinnigeren Grund. Wie aber finde ich heraus, woran es liegt? Das ist eine Frage, da kann ich dir leicht eine Antwort geben: Stelle Fragen. Fragen sind die mächtigste Waffe überhaupt. Ein paar Fragen gebe ich dir als Beispiel an die Hand:

Warum will ich xy machen?

Was passiert in fünf Jahren , wenn ich so weitermache wie jetzt?

Woher kommt es, dass ich mich unglücklich/frustriert/ gelähmt etc. fühle?

Wenn ihr das einmal implementiert habt, seid ihr vielen Leuten schon weit voraus! Ist eine Frage beantwortet, folgt die nächste Frage. Schreib sie am besten auf mit Stift auf Zettel und löse so deine Probleme.

Wie ich für meine Kunst dauerhaft Motivation erlange

Es gibt Tage, da hab ich auch zu rein gar nichts Lust. Nicht mal dazu, dass ich meine eigene Psyche analysiere. An solchen Tagen bin ich sehr dankbar für mein Umfeld, weil sie mir quasi in den Arsch treten. Mein Partner drängt mich dann aus meiner Komfortzone raus und ich muss dann Dinge tun, die mir nicht behagen. Oder ich schreibe mit Menschen, die mich hochpushen, weil sie selbst so gut drauf sind und das erreicht haben, was ich erreichen möchte. Letztendlich hängt wirklich beinahe alles vom Umfeld ab und weil ich das weiß, beobachte ich sehr genau meine Mitmenschen. Es ist nicht unüblich, dass ich von Zeit zu Zeit die Leute ausmustere, die mir nicht gut tun oder mit denen ich ohnehin wenig am Hut habe.

Und dann arbeite ich weiter, denke an meine Zukunft und erinnere mich daran, die Gegenwart so wie sie ist, zu genießen.  Packe meinen Mut zusammen und probiere Neues, für mich beängstigendes aus. Der Vorteil dabei ist, dass das Selbstbewusstsein dabei stärker wird. Das Kunstwerk „bald“ habe ich genau auf diese Weise vollendet, denn dieses Bild war für mich mehr oder weniger nicht so begeisternd, aber wichtig.

Ziele helfen mir, für meine Kunst hartnäckig und dauerhaft Motivation zu erlangen

 

Mach dir mal Gedanken über dich und deine Zukunft. Willst du in einem Jahr immer noch da stehen, wo du jetzt gerade bist? Was möchtest du alles erleben und was möchtest du alles können? Nimm Zettel und Stift und schreib alles auf. Dann planst du in Monatsziele und Anschließend in Wochen – und Tagesziele. Das ist dann deine To-Do-Liste, die du wie wichtige Termine behandelst, die bei Nichteinhaltung auch nicht zu deine Ziele führt.. Ich habe mir zum Beispiel das Ziel gesetzt, bis Ende des Jahres mein Selbstbewusstsein so zu steigern, dass mir sogar das Anquatschen mit Fremde nichts mehr ausmacht. Oder dass ich auch meine Skills in der Kunst erweitere, was Anatomie und Perspektiven angeht. Dafür übe ich zum Beispiel mithilfe der Minimalkonstanz täglich – und wenn es nur Gekritzel ist!

Standard drastisch erhöhen

Klingt für viele vielleicht schräg und verwegen, hat aber wirklich seinen Sinn. Ich zieh mir dann echt eine Bluse an, wenn‘s kalt ist dazu einen Blazer und zumindest eine Jeans. Schaut lustig aus, wenn ich so zeichne – aber auch die Arbeiten am Laptop erledigen sich schneller und erfreulicherweise sogar präziser. Außerdem lümmle ich so automatisch nicht auf der Couch rum. Ich gebe zu, das ist meine liebste Methode um rasch motiviert zu sein und zu handeln. Denn Motivation alleine reicht nicht aus – du musst dann auch etwas tun.

Nochmals kurz zusammengefasst, welche Methoden Sinn machen:

  1. Fragen aufschreiben, schriftlich beantworten und mit tiefergehende Fragen weitermachen
  2. Umfeld optimieren – wer ist schädlich, wer hat deine Ziele bereits erreicht? Wer hört dir zu, wer denkt negativ?
  3. Setze dir Jahresziele, die du dann in Monate, Wochen und Tage aufsplittest
  4. Standard erhöhen durch andere Kleidung

Das war nun ein etwas kürzerer Blogbeitrag von mir. Ich habe jedoch entschieden, dass kleine erkennbare Nuggets besser sind als ein meterlanger Text voller Ideen und Möglichkeiten und Abschweifungen. Findest du das nicht auch besser so? Jedenfalls weißt du nun, wie ich für meine Kunst dauerhaft Motivation erlange und wie du meine Methoden anwenden kannst. Schreib mir gerne einen Kommentar darunter – ich hoffe, dieser Blogbeitrag hat dir auch geholfen!